Hochmoselbrücke zerstört das Mittelmoseltal und gefährdet Top-Weinlagen

Pressemitteilung

19. September 2009
Anlässlich der Protestaktion der Bürginitiative AG Eifel-Mosel-Hunsrück in Bewegung mit Hugh Johnson, international bekanntem Weinbuchautor, gegen die geplante Hochmoselbrücke bei Bernkastel-Kues, erklären Landesvorstandssprecherin Eveline Lemke und Jutta Blatzheim-Roegler, Sprecherin der Landesarbeitsgemeinschaft Verkehr von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Rheinland-Pfalz, Mitgründerin der Bürgerinitiative und Stadtratsmitglied in Bernkastel-Kues:

„Hugh Johnson hat es auf den Punkt gebracht,“ so Landesvorstandssprecherin Eveline Lemke, „das Herz der Mittelmosel wird durch den geplanten Hochmoselübergang  unwiederbring-lich zerstört.“ Die geplante Brücke, Teil der B50neu zwischen Wittlich und dem Flughafen Hahn, soll das Moseltal in 160m Höhe mit 1,7km Brückenlänge überspannen. Für die Brücke alleine sind 182 Mio. Euro angesetzt. Jutta Blatzheim-Roegler kritisiert: „Land und Bund wollen das Moseltal für den Transitverkehr degradieren, den Schaden tragen die Winzer- und Fremdenverkehrsbetriebe an der Mosel“.

Obwohl es nach Jahren des Widerstands sowie einer erfolgreichen Klage gegen das Land Rheinland-Pfalz vor dem Bundesverwaltungsgericht nun schließlich mit einem nachgebesserten Planfeststellungsbeschluss des Landes tatsächlich Baurecht für das Projekt gibt und das Geld durch das Konjunkturpaket zu Verfügung steht, macht die Bürgerinitiative nach wie vor auf ihre Interessen aufmerksam.

So trafen sich am vergangenen Freitag mit Hugh Johnson, Stuart Pigott , internationalen Journalisten der Weinszene und Top Winzern von der Mosel maßgebliche Kritiker des Hochmoselübergangs mit der Bürgerinitiative. Sie appellierten gemeinsam an Land und Bund, von dem „Brückenmonster“ Abstand zu nehmen. „Die Winzer haben zu Recht die Befürchtung“, so Jutta Blatzheim-Roegler, „dass der Wasserhaushalt der Weinberge in den weltberühmten Rieslinglagen der Mittelmosel durch das Betonband Brücke und die Fortfüh-rung der Straßenpiste über das Naherholungsgebiet „Moselsporn“ empfindlich gestört wird.“

„Auch wenn der rechtliche Weg ausgeschöpft ist, bleibt der Weg des gesunden Menschenverstands. Und letzterer sagt uns, dass die Mittel aus dem Konjunkturpaket besser in Bildung als  in  Beton eingesetzt sind“, plädiert Eveline Lemke abschließend für den Stopp der Planung.

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