Köhler wirft das Handtuch. Panik auf der Titanic !

Köhler in den Fußstapfen von Marx?
Karl Marx & Horst Köhler. Der Begründer des wissenschaftlichen Kommunismus & der Befürworter der neoliberalen Globalisierung und Kriegsführung zur Durchsetzung nationaler Wirtschaftsinteressen, und sei es in Afghanistan. Was haben die beiden gemeinsam? Sie reden beide Tacheles = Klartext. Marx forderte die Überwindung des Kapitalismus mit revolutionären Methoden. Köhler entdeckte die Monster und Bankster der schrankenlosen Globalisierung, erschrack vielleicht vor dem, was auf die Menschen angesichts der ungebremsten Finanzkrise, der ausufernden Staatsverschuldung, Umweltkatastrophen und zunehmenden Kriegsgefahren wie in Korea zukommt. Und erkannte, dass die politische Klasse keinen Rettungsplan hat, genauso wenig wie er. Das brachte ihn, den gelernten Optimisten, fast zum Verstummen. Und zur Einsicht in die zugespitzte Lage. Und dazu - wie Marx - die Dinge beim Namen zu nennen. Und zu erkennen, dass es so auf keinen Fall mehr weiter geht. Marx ist grandios gescheitert. Auch das weiß der gelernte Ökonom Horst Köhler. Die Lage ist verzweifelt. Es gibt offensichtlich keine Alternative zum realen globalen Kapitalismus. Und dennoch erkannte Horst Köhler die Aussichtslosigkeit des betrügerischen Spiels der politischen Klasse gegenüber dem Volke. Insofern ist der unvermittelte, der sofortige Rücktritt des ehemaligen Geldmannes Horst Köhler am heutigen Tage ein grelles Wetterleuchten, ein Fanal, ein Schock für die gesamte politische Klasse. Denn sie ist von ihrem höchsten Repräsentanten, vom Präsidenten, verraten worden. Weil er wie Marx Tacheles = Klartext redete.

Wenn die Oberen und die Unteren nicht mehr wissen, wie es weitergehen soll

Karl Marx: Zitat aus dem Kommunistischen Manifest (1848):

"In den Zeiten wo der Klassenkampf sich der Entscheidung nähert, nimmt der Auflösungsprozess innerhalb der herrschenden Klasse, innerhalb der ganzen alten Gesellschaft, einen so heftigen, so grellen Charakter an, daß ein kleiner Theil der herrschenden Klasse sich von ihr lossagt und sich der revolutionären Klasse anschließt, der Klasse, welche die Zukunft in ihren Händen trägt."

Lenin meinte ja, als einer der Großschüler von Marx, dass Revolutionen immer dann ausbrechen, wenn die Oberen nicht mehr können und die Unteren nicht mehr wollen.

Wem aber sollte sich Horst Köhler anschließen, wenn weder die Oberen noch die Unteren wissen, wie denn die globalen und nationalen sowie lokalen Probleme gelöst werden sollen? Nach dem grandiosen, dem schreckerfüllten Scheitern aller Heilsutopien, insbesondere des autoritären Kommunismus !

Sich diese Ratlosigkeit einzugestehen, das war ein möglicher Erkenntnisschritt von Horst Köhler, sich und dem Volk, wo er weit mehr Zuspruch als in der politischen Klasse gefunden hatte, nichts mehr vormachen zu wollen. Sich verraten zu fühlen von denen, dessen Gewährsmann er war. Die ihn zur endgültigen Abkehr von der ihm vertrauten Welt von Macht und Geld trieben ?

Das, was einem Abtrünningen aus der herrschenden Klasse niemals verziehen wird.

Und so klingen auch fast unisono die Kommentare der "freien Medien" : Horst Köhler ist wie Oskar Lafontaine von der Fahne gegangen. Panik auf der Titanic!

Aber vielleicht sucht Horst Köhler in Zeiten der grellen Zuspitzung als Ex-Kapitän auf der Kommandobrücke nur zusammen mit dem Volk den Zugang zu den Rettungsbooten auf der Titanic? Den Zugang zu einer menschlichen Lebensweise in eben diesen Zeiten  der grellen Zuspitzungen!

 

 

 

 

 

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